Alkoholkater – Infos und Tipps bei Katerstimmung

Wer abends seine Zeit mit Freunden genießt, wird ab und an auch mal einen über den Durst trinken. Ein, zwei Bier in netter Gesellschaft, dazu der ein oder andere Cocktail, was gut schmeckt und die Laune hebt, wird spätestens am Morgen für ein böses Erwachen sorgen: Katerstimmung. Wer nicht darauf verzichten möchte, sich von Zeit zu Zeit dem ausschweifenden Alkoholkonsum hinzugeben, dem sei zumindest der ein oder andere Ratschlag ans Herz gelegt, der dazu beitragen mag, dass der unvermeidliche Alkoholkater so glimpflich wie nur irgend möglich ausfällt.

Alkoholkater: Symptome

Die Symptome eines Katers sind unterschiedlich und zumeist abhängig von der individuellen Konstitution. In der Regel werden Alkoholexzesse nach dem Aufwachen begleitet von einer starken Müdigkeit und Mattigkeit. Es fehlt Energie, die Muskeln schmerzen und es fühlt sich für Betroffene mitunter an, als stünde ihnen nur eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit zur Verfügung. Schwindelgefühle und Kopfschmerzen gehören ebenfalls zur Katerstimmung, die nicht selten einhergeht mit einer Übelkeit und Beklommenheit, mit Magenschmerzen und Erbrechen.

Aufgrund physiologischer Veränderungen reagieren Betroffene extrem sensibel auf sensorische Reize, weswegen Licht und Krach fast schon schmerzhaft wahrgenommen werden, aber auch andere Sinneswahrnehmungen wie beispielsweise Gerüche oder Berührungen werden intensiver erlebt. Es kann zu willkürlichen Muskelzuckungen kommen, zu unkontrolliertem Zittern, zu starkem Schwitzen, zu einem systolisch erhöhten Blutdruck und zu einem unregelmäßigen Puls.

Auch auf die geistigen Fähigkeiten wirkt sich ein Alkoholexzess massiv aus, weshalb Betroffene, die einen akuten Kater haben, in Intelligenztest Werte erreichen, die zumeist deutlich unter dem Potenzial liegen, welches sie im nüchternen Zustand an den Tag legen können. Des Weiteren wird auch die Gemütslage beeinflusst, weswegen eine depressive Verstimmung, eine latente Ängstlichkeit oder eine gesteigerte Irritabilität häufig zu beobachten sind. Im schlimmsten Fall kann es zu einer geistigen Verwirrung oder zu einem psychotischen Schub kommen, weswegen Betroffene nicht mehr in der Lage sind, selbstständig Entscheidungen treffen zu können.

Alkoholkater: Die Ursachen

Der im Alkohol enthaltene Wirkstoff Ethanol hemmt im Organismus die Produktion des Hormons ADH, was den körpereigenen Elektrolythaushalt gravierend negativ beeinflusst – ein wichtiger Faktor, der maßgeblich für den morgendlichen Kater verantwortlich ist.

Zudem wird der Elektrolythaushalt häufig durch zusätzlichen Flüssigkeitsverlust in Form von Erbrechen oder Durchfall zusätzlich belastet, was die ohnehin negative Wirkung verstärkt. Des Weiteren irritiert exzessiver Alkoholgenuss die Magen- und Darmschleimhaut, was zu akuten Schleimhautrötungen, Schleimhautödemen und Entzündungen führt, welche Übelkeit und Erbrechen hervorrufen. Auch Gärungsprozesse im Magen, die zu Bernsteinsäure und Maleinsäure führen, begünstigen Durchfall und Krämpfe, selbst wenn sie nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Auf das Gehirn wirkt sich der Wirkstoff Ethanol ebenfalls gravierend aus: Gefäße verengen sich und in etlichen Arealen vermindert sich die Durchblutung drastisch, was zur Folge hat, dass massenhaft Gehirnzellen absterben, die nicht durch neue ersetzt werden. Durch den Abbauprozess des Alkohols entstehen im Körper verschiedene chemische Stoffe, die giftig sind, sämtliche Organe angreifen und schädigen. Dies führt zu Kopfschmerz, Herzrasen, einem beschleunigten Puls, Erbrechen und Übelkeit.

Was kann man gegen einen Kater tun?

Prinzipiell ist es sinnvoll, nur wenig Alkohol zu trinken, da er den Körper massiv schädigt und die Gesundheit im schlimmsten Fall dauerhaft beeinflusst. Wer dennoch nicht auf Alkohol verzichten möchte, sollte präventiv hochwertige Getränke konsumieren, da sie weniger chemische Begleitstoffe wie beispielsweise das giftige Methanol beinhalten. Um den Elektrolythaushalt positiv zu beeinflussen, sollte neben alkoholischen Getränken reichlich Wasser getrunken werden, was die Intensität des anstehenden Katers deutlich mindert.

Wer seinem Magen etwas Gutes tun will, sollte Alkohol nicht nüchtern konsumieren, da Speisen die Magen- und Darmschleimhaut vor Entzündungen und Reizungen ein wenig schützen.

Wer einen akuten Kater hat, findet im Internet zahlreiche Ratschläge, die Linderung versprechen. Leider gibt es nach wissenschaftlichen Untersuchungen im Grunde kein Mittel, das nachweislich akute Symptome mindert. Einzig die Zufuhr von Flüssigkeit hilft, den Elektrolythaushalt im Körper auf ein normales Niveau anzuheben, was mitunter den Alkoholkater schneller verschwinden lassen kann. Damit sich der Körper schneller regeneriert und erholt, ist es darüber hinaus ratsam, sich erst einmal Ruhe zu gönnen und ausgiebig zu schlafen. Außerdem kann ein Spaziergang an frischer Luft die Sinne beleben und somit für Besserung der Beschwerden sorgen.

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