Arbeitsmedizin: Büroarbeiten im Fokus

Das Arbeitsleben war in früheren Zeiten sehr stark von körperlicher Arbeit geprägt. Nunmehr im Wandel der Zeit wurden und werden viele körperlich anstrengende Arbeiten durch Maschinen erledigt und die Zahl der vorwiegend sitzenden Arbeitnehmer nimmt stetig zu. Gerade hier ist die Arbeit am Bildschirm zu einem festen Bestandteil geworden, sodass man heute bereits von etwa 14 bis 16 Millionen solcher Arbeitsplätze ausgeht und die Tendenz ist weiter steigend.

Um effizient arbeiten zu können, benötigt aber sowohl der Körper als auch der Geist Abwechslung. Nur so kann die benötigte Motivation für ein erfolgreiches Arbeiten gegeben werden.

sitzende tätigkeit

Rückenschmerzen sind die Volkskrankheit Nummer 1. Hauptursache: sitzende Tätigkeiten | Bildquelle: Model Foto: colourbox.com

Beschwerden und die Folgen bei sitzender Tätigkeit

Sitzende Tätigkeiten sind zwar körperlich nicht mehr so anstrengend wie früher, können aber auch hier eine Reihe von gesundheitlichen Problemen erzeugen. Bereits heute befassen sich spezielle Fachrichtungen der Medizin allein mit dieser Form der Arbeit und einige Fachmediziner betreuen Beschäftigte mit ihren Beschwerden, welche durch sitzende Tätigkeiten entstanden sind.

Häufig treten die Beschwerden trotz ergonomischen Standards, die durch die Bildschirmarbeitsverordnung vorgegeben sind auf, und zwar aufgrund dessen, weil die erforderlichen Vorgaben in der Praxis nicht oder nur unzureichend umgesetzt werden.

Die arbeitsmedizinische Untersuchung bei einer Vielzahl von Menschen zeigt, dass das Dauersitzen eines der Hauptprobleme für Rückenbeschwerden ist. Gerade das Sitzen ist für die Wirbelsäule harte Arbeit, denn hier wird die Wirbelsäule stärker belastet als beim Stehen oder beim Gehen. Neben den Rückenschmerzen treten aber auch andere Beschwerden auf. Dazu gehören Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Verspannungen als auch Beschwerden hinsichtlich der Augen und des Sehvermögens. Folgen dieser Beschwerden sind häufig eine Ermüdung der Mitarbeiter, Demotivation und somit letztlich ineffizientes Arbeiten.

Ergonomische Rahmenbedingungen aus arbeitsmedizinischer Sicht

Aus arbeitsmedizinischer Sicht gehört zu den richtigen Rahmenbedingungen ein ergonomischer Stuhl, der sich individuell einstellen lassen muss sowie auch ein passender Schreibtisch. Optimal ist, wenn der Schreibtisch höhenverstellbar ist, sodass nicht nur genügend Beinfreiheit gegeben ist, sondern auch der Abstand zum Monitor stimmt.

Grundvoraussetzung für die Gesundheit ist natürlich das richtige Sitzen, um Rückenschmerzen vorzubeugen. Deshalb ist darauf zu achten, die Sitzposition so häufig wie möglich zu wechseln und in regelmäßigen Abständen den Körper zu strecken und zu dehnen. Das entlastet die Wirbelsäule, fördert die Durchblutung, den Stoffwechsel und lockert auch die Muskulatur. Auf diese Weise wird einer frühzeitigen Ermüdung vorgebeugt.

Augen schonen – Monitor optimal einstellen

Der Monitor selbst muss eine gute Auflösung haben, sodass das dargestellte Bild stabil sowie verzerrungs- und flimmerfrei wiedergegeben wird. Ebenso muss die Helligkeit und der Kontrast optimal eingestellt und der Arbeitsumgebung angepasst sein. Daneben dürfen auch keine Lampen in unmittelbarer Nähe Reflexionen oder Blendungen auf den Bildschirm werfen.

Weitere Infos über gesundes Arbeiten im Büro:
http://www.moebelshop24.de/blog/buro/gesundheit-im-buero-entspannung-konzentration-und-ergonomie-arbeitsplatz.html
http://publikationen.dguv.de/dguv/udt_dguv_main.aspx?FDOCUID=26362
http://www.fuersie.de/gesundheit/gesund/artikel/wann-und-wie-bueroarbeit-krank-machen-kann

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Verspannungen im Nacken lösen
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