Arthrose: Chronische Gelenkschmerzen erkennen und bekämpfen

In Deutschland leiden circa fünf Millionen Frauen und Männer unter Arthrose. Am häufigsten entzünden sich dabei die Gelenke an Hand, Knie und Hüfte. Erfahren Sie hier mehr über Ursachen, Symptome und Therapie.

Arthrose kann jeden betreffen: Jeder zweite Deutsche über 35 Jahren zeigt Abnutzungserscheinungen an Gelenken, bei den über 60-Jährigen ist fast jeder betroffen. Bei den Patienten verringert sich die Knorpelmasse, das „Gleitmittel“ zwischen den Gelenken, sodass am Ende Knochen an Knochen reibt. Das ist sehr schmerzhaft. Am häufigsten erkranken die gewichtsbelasteten Gelenke. So müssen Knie und Hüfte im Alltag am meisten aushalten. Aber auch die Gelenke an Schulter, Finger und Wirbelsäule können sich abnutzen.

chronische gelenkschmerzen - arthrose erkennen und bekämpfen

Mittels einer Gelenkspiegelung können chronische Gelenkschmerzen untersucht und behandelt werden. Abb. Arthroskopie des Kniegelenks. Foto: © Lothar Wandtner / pixelio.de

Ärzte geben drei Ursachen der Krankheit an: Etwa 50 Prozent aller Erkrankten entwickeln eine Arthrose wegen einer langjährigen hohen Beanspruchung. Bei rund 20 Prozent sind angeborene Schwächen oder Fehlformen der Gelenke Schuld. Etwa 30 Prozent erleiden die Gelenkschmerzen aufgrund der Spätfolgen eines Unfalls. Wer an Arthrose leidet, wird dies oft nicht sofort bemerken.

Erste Symptome zeigen sich nach Ruhepausen

Die Erkrankung der Gelenke schleicht sich oft unbemerkt und schrittweise ein. Erste Anzeichen kommen häufig nach langen Ruhepausen vor. Man hat morgens große Mühe beim Aufstehen oder sitzt unbequem. Die Gelenke fühlen sich steif an. Meist bessert sich das Gefühl nach ein paar Minuten Bewegung. Im fortgeschrittenen Stadium werden die Gelenke immer unbeweglicher. Jede Bewegung schmerzt und es tritt ein Druckschmerz der betroffenen Stellen auf. Am Ende entzünden sich die Gelenke und schwellen an. Der Patient hat dann auch Schmerzen in Ruhephasen zum Beispiel während des Schlafens. Treten diese Symptome auf, sollten Betroffene dringend einen Arzt aufsuchen.

Ist die Arthrose einmal aufgetreten, können die Ärzte den Abbau des Knorpelgewebes zwar nicht mehr aufhalten, aber das Voranschreiten der Krankheit verlangsamen. Der Patient muss dafür aber aktiv mithelfen. Die erkrankten Gelenke müssen entlastet und vor Fehllastungen geschützt werden. Hier hilft es ein Zuviel an Körpergewicht zu verringern  oder Krankengymnastik, Massage- und Wärmebehandlungen sowie Elektrotherapien wahrzunehmen. Ebenfalls hilfreich sind Schwimmen oder Fahrradfahren. Patienten bewegen sich ohne Belastung und fördern dadurch die Ernährung des Gelenkknorpels.

Medikamentöse Therapie oder Operation

Bei der medikamentösen Behandlung werden dem Patienten schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente verabreicht. Je nach Stadium enthalten die Arzneimittel Kortison oder Morphium. Wer wissen möchte, ab wann Ärzte Morphium einsetzen, findet Antworten beim Verein der Deutschen Arthrose-Hilfe oder in Foren wie gesundheitsfrage.net.

Erreicht die Krankheit eine Stufe, in der die oben genannten Maßnahmen den Schmerz nicht mehr lindern können, muss der Patient operiert werden. Dabei gibt es verschiedene Methoden: Arthroskopische Verfahren (Gelenkspiegelung) werden an Knie, Schulter, Hand und Hüfte durchgeführt. Ältere Patienten, meist ab 60 Jahre, erhalten an Knie, Hüfte und Schulter einen künstlichen Gelenkersatz. Bei Hand- und Ellbogengelenken sowie Wirbelsäule helfen gelenkversteifende Operationen.

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