Bakterielle Vaginose – Ursachen

Stellt der Arzt die Diagnose bakterielle Vaginose, handelt es sich um ein Ungleichgewicht des Scheidenmilieus, was verschiedene Beschwerden verursachen kann. Die Milchsäurebakterien, die für ein gesundes Scheidenmilieu sorgen, werden von anderen, krank machenden Bakterien verdrängt. Die Vaginose, auch unter dem Namen Aminkolpitis bekannt, kommt bei Frauen häufig vor und muss klar von einer Scheidenpilzinfektion abgegrenzt werden. Bei der Erkrankung besteht immer ein Laktobazillen-Defizit, was letztendlich wirklich der Auslöser dafür ist, ist auch heute noch nicht vollkommen geklärt.

Die bakterielle Vaginose kann verschiedene Ursachen haben

Wenn sich Mediziner mit einer bakteriellen Vaginose auseinandersetzen, kommen vielfältige Ursachen in Betracht. Sexuell inaktive Frauen erkranken ebenso an der bakteriellen Vaginose wie Frauen, die ein aktives Sexualleben haben. Ärzte sprechen zwar nicht von einer sexuell übertragbaren Krankheit, dennoch finden sich Parallelen zwischen Geschlechtsverkehr und dem erhöhten Risiko, an einer Vaginose zu erkranken. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass es auch einen Zusammenhang zwischen der Vaginalflora- und der Darmflora gibt.

Erhöhtes Risiko durch den Geschlechtsverkehr

Mediziner und Wissenschaftler vermuten, dass der Geschlechtsverkehr maßgeblich daran beteiligt ist, wenn Frauen an einer bakteriellen Vaginose erkranken. Das Risiko erhöht sich gerade dann, wenn ein Wechsel zwischen vaginalem und analem Verkehr stattfindet. Durch diesen Wechsel können Darmbakterien in die Scheide gelangen und für eine Infektion verantwortlich sein. Die Darmflora verfügt bei manchen Frauen auch über Laktobazillen. Gerade bei Frauen, bei denen sich diese Bakterien nicht nachweisen lassen, erhöht sich das Risiko einer Infektion. Manche Ärzte vermuten außerdem, dass eine Verbindung der bakteriellen Vaginose und oft wechselnden Sexualpartnern besteht.

Schwimmbäder und Co.

Das Schwimmbad und die Sauna sind nicht selten ebenso Auslöser an einer bakteriellen Vaginose zu erkranken. Auch ein Besuch im Whirlpool kann für die Infektion verantwortlich sein.
Kommt ein schwaches Immunsystem zu einer erhöhten bakteriellen Belastung, ist die Infektion quasi bereits vorprogrammiert.

Intimhygiene ist nicht gleich Intimhygiene

Ein gehäuftes Auftreten einer bakteriellen Infektion wurde auch bei einer „übertriebenen“ Intimhygiene beobachtet. Gerade Scheidenspülungen wirken sich eher negativ auf das saure Scheidenmilieu aus, welches aber wiederum wichtig ist, dass „Frau“ gesund bleibt.
Frauen sollten die Scheide nach dem Duschen oder Baden gut abtrocknen, da sich Bakterien gerne in feuchten Gebieten aufhalten.
Außerdem ist es wichtig, dass nach dem Stuhlgang der After richtig abgewischt wird, das heißt von der Scheide zum After, niemals anders herum. Nur so wird vermieden, dass keine Bakterien vom Darm in die Scheide gelangen.

Hormonelle Veränderungen

Hormonelle Veränderungen sind nicht selten Auslöser für eine bakterielle Vaginose. Die Hormone verändern sich unter anderem bei der Einnahme der Pille, die auf Gestagenen basiert, bei einer Schwangerschaft und in den Wechseljahren.

Medikamentöse Ursachen und psychischer Stress

Eine gerade abgeschlossene Antibiotikatherapie kann ebenso die Ursache einer Infektion darstellen. Des Weiteren sehen Mediziner auch einen Zusammenhang zwischen psychosozialem Stress und einer bakteriellen Vaginose.

Ursache ist nicht immer eindeutig erkennbar

Obwohl zahlreiche Ursachen bekannt sind, warum Frauen an bakterieller Vaginose erkranken, kann es auch vorkommen, dass die Auslöser unerkannt bleiben. Es bestehen beispielsweise keine hormonellen Veränderungen, Geschlechtsverkehr hat auch nicht stattgefunden und eine Antibiotikatherapie kann ebenfalls ausgeschlossen werden – trotzdem ist sie da, die bakterielle Vaginose. Manchmal tappen auch Ärzte im Dunkeln, wenn sie nach den Ursachen suchen.

Info: Das E-Book von Kristina Tomlin informiert, wie es möglich ist, mit schrittweisen Maßnahmen gegen bakterielle Vaginose vorzugehen. Partnerlink: >> Hier mehr darüber!

Tags: , , , , ,

Gesundheit im Netz - Wichtiger Hinweis