Blasensteine: Symptome und Behandlung

Als Blasensteine werden feste Ansammlungen ausscheidungspflichtiger Substanzen im Urogenitalsystem bezeichnet. Sie entstehen, wenn der Urin in der Blase übermäßig konzentriert ist und Materialien, sogenannte Harnkonkremente, kristallisieren. Prostata-Beschwerden, wiederkehrende Blasenentzündungen, Stoffwechselstörungen, anatomische Veränderungen oder Verletzungen unterstützen die Steinbildung. Hilfe und Linderung sind notwendig, aber wegen der Häufigkeit eines Rückfalls hat auch die Vorbeugung eine große Priorität. Die Anzahl der an Harnsteinen erkrankten Menschen ist in den letzten Jahren gestiegen.

Blasensteine sind Ansammlungen von harnpflichtigen Stoffen im Blasendivertikel, die aber, anstatt ausgeschwemmt zu werden, vom Körper zurückgehalten werden. Das kann verschiedene Ursachen haben, entweder ist die Harnröhre zu eng oder aber die Flüssigkeitsdurchfuhr zu gering. Medizinisch werden Blasen- oder Harnsteine Harnkonkremente genannt. Blasensteine bestehen aus unterschiedlichen chemischen Zusammensetzungen, meist aus einem vermehrten Calciumgehalt, also Calciumoxalaten. Auch Oxalsäure-Steine oder Phosphat-Harnsteine kommen vor.

Blasen- oder Harnsteine können vielfältige Ursachen haben

Die Ursachen von Blasensteinen sind mannigfaltig. Zum Beispiel bei einer Prostata-Verengung wird der Urin zu lange und konzentriert in Blase und Harnröhre gehalten und kann nicht wie vorgesehen ausgeschieden werden. Harnsteine können eine Folgeerkrankung mehrerer Blasenentzündungen sein. Auch Stoffwechselstörungen wie Diabetes, Gicht, Cystinurie oder Morbus Crohn und ein Übermaß an oxalsäurehaltigen Lebensmitteln oder Fleisch begünstigen diese Erkrankung.

Auftretende Symptome und Beschwerden bei Blasensteinen

Schwierigkeiten oder Schmerz beim Wasserlassen ist eines der ersten Symptome. Typisches Zeichen ist ein häufiger Harndrang mit der gleichzeitigen Unfähigkeit, einen klaren Urinstrahl zu erzeugen. Der abdominale Druck bzw. die Schmerzen im Unterbauch nehmen zu, da durch die Steinbildung Gefäßwände und umliegende Muskulatur gereizt werden. Oft ist Blut im Urin nachweisbar oder sichtbar. Manche Menschen merken Harnsteine kaum, andere wiederum klagen über schreckliche Schmerzen. Beim Mann kann der Schmerz in den Penis und die Hoden ausstrahlen. Bei Frauen kommt vereinzelt Übelkeit hinzu. Ein Folgeproblem der Harnsteine ist, dass diese die Gefäßwände reizen. Dadurch entstehen Entzündungen, die wiederum Probleme bereiten. Ein Warnzeichen für Harnsteine kann ein erhöhter Harnsäure-Spiegel im Blut sein.

Möglichkeiten der Behandlung

Wenn die Steine hinsichtlich der Größe noch so gestaltet sind, dass ein Ausschwemmen von alleine möglich ist, müssen sofort Flüssigkeitszufuhr und damit die Ausscheidung vermehrt werden. Spezielle Blasentees aus der Apotheke werden empfohlen. Der untere Bauch muss entspannt gehalten werden, am besten langsamen Schrittes herumlaufen. Oft wird eine nicht zu heiße Wärmflasche als wohltuend empfunden.

Mithilfe eines Ultraschalls kann Anzahl, Größe und Form der Steine eruiert werden. Es gibt steinauflösende Medikamente, aber bei größeren Steinen müssen gegebenenfalls Ultraschall oder Lasertechniken zur Auflösung angewendet werden. Je nach Sitz des Steines kann dieser mithilfe einer Schlinge oder Fasszange herausgenommen werden.

Gemäß aktueller Homepage des Universitätsklinikums Heidelberg erfolgt die Behandlung der Harnsteine zunehmend durch den Einsatz minimaler invasiver Verfahren. Offene Schnittoperationen werden derzeit nur selten angewandt. Die Steintherapie sei schonender für den Patienten und durch moderne Techniken wie routinemäßige Anwendung flexibler Endoskope in Kombination mit dem Holmium-Laser deutlich effektiver geworden.

Risikogruppen und Vorbeugung

Ein besonderes Risiko besteht bei Menschen mit Vorerkrankungen wie beispielsweise Diabetes mellitus, Morbus Crohn, Gicht und Prostataerkrankungen. Ältere Menschen sind gefährdeter als junge Menschen, Männer eher als Frauen.

Das A und O der Vorbeugung scheint ein ausgewogener Lebenswandel zu sein. Vorbeugung als schmerzfreie Alternative mag auf den ersten Blick restriktiv erscheinen, hat aber dauerhaft eine gute Erfolgsaussicht. Morgens nach dem Aufstehen 2 Gläser lauwarmes Wasser mit jeweils einem Viertel Löffel Zitronensaft trinken. Das verhindert die Steinbildung und hilft bei der Ausscheidung. Das Frühstück sollte aus einer Schale Obstsalat bestehen. Zu trinken gibt es einen Kräutertee. Mittags isst man eine Portion Gemüse oder Salat und verzichtet gern auf Fleisch, Eier und tierische Lebensmittel, weil diese die Steinbildung unterstützen. Während des Tages darf man sich an Obst als Zwischenmahlzeit erfreuen. Abends gibt es eine Gemüsesuppe. Leider sollte auf den Entspannungsalkohol, also auch das Bierchen verzichtet werden, da Alkohol wiederum der Steinbildung zuträglich ist.

Weniger Oxalsäurehaltige Lebensmittel verzehren

Dass Oxalsäure im Zusammenhang bei der Entstehung von Blasensteinen eine Bedeutung erfährt, ist es für betroffene Menschen essenziell, die Zufuhr von oxalsäurehaltigen Nahrungsmitteln zu reduzieren. Einen hohen Oxalsäuregehalt haben beispielsweise Instant-Kaffee-Pulver, Sauerampfer, Pfefferminz, schwarzer Tee, Mangold und Spinat, Rhabarber, Petersilie, Rote Beete.

Magnesiumreiche Lebensmittel werden empfohlen, das sind beispielsweise Sojabohnen, Sojabohnen-Keimlinge, Hirse, Weizen, Mandeln und Kichererbsen. Spargel oder Spargelsuppe zu essen, kann auch förderlich sein, da Spargel die Urinausscheidung verstärkt. Frische Kräuter sind gut, aber keine Petersilie. Insgesamt sollte wesentlich mehr getrunken werden, am besten Brennnesseltee. Eine basische Ernährung zur Vermeidung der Säurebildung im Körper ist eine gute Alternative zur schmerzhaften und unangenehmen Erkrankung.

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