Histaminintoleranz: Therapie

Eine erfolgreiche Therapie der Histaminintoleranz stützt sich auf zwei Säulen. Die Behandlung mit Arzneistoffen und die gezielte Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln muss durch eine konsequente Umstellung der Ernährungsgewohnheiten begleitet werden. Die Betroffenen sind daher maßgeblich daran beteiligt, den Symptomen einer Histaminintoleranz entgegenzuwirken und den Erfolg der medikamentösen Behandlung zu gewährleisten.

Medikamentöse Therapie der Histaminintoleranz

Leidet der bzw. die Betroffene an unangenehmen Symptomen wie Hautausschlägen, Asthma, Schwindelgefühlen und starken Kopfschmerzen, wird der Arzt nach der Diagnose der Unverträglichkeit die Einnahme von Antihistaminika und Nahrungsergänzungsmitteln mit Vitamin C und Vitamin B6 vorschlagen. Diese blockieren die Wirkung des Histamins, indem sie verhindern, dass die Substanz an den Rezeptoren der Zellen andocken kann und dadurch verschiedene Beschwerden auslöst.

Alternativ steht die Möglichkeit einer Enzym-Ersatztherapie zur Verfügung, die den Abbau von Histamin im Körper fördert und dadurch die Symptome lindert. Solche Medikamente enthalten Diaminoxidase, jenes körpereigene Enzym, das im Darm gebildet wird und für den Abbau von in der Nahrung enthaltenem Histamin verantwortlich ist. Die Tabletten können immer dann vor dem Essen eingenommen werden, wenn die Speisen Histamin enthalten und darauf aus unterschiedlichen Gründen nicht verzichtet werden kann. Neben schulmedizinischen Präparaten stehen auch homöopathische Mittel zur Verfügung, um die Auswirkungen des Histamins auf den Organismus einzudämmen.

Maßnahmen zur Linderung der Beschwerden

Auch wenn es kaum möglich ist, die Aufnahme von Histamin gänzlich zu vermeiden, können die Betroffenen einiges dazu beitragen, das Auftreten der typischen Symptome zu verhindern. Eine wirksame Therapie der Histaminintoleranz beginnt immer damit, den Konsum von Lebensmitteln mit hohem Histamingehalt drastisch zu reduzieren. Histamin ist zwar in nahezu allen Speisen und Getränken enthalten, viele Lebensmittel weisen jedoch einen besonders hohen Gehalt auf oder hemmen den Abbau von Histamin im Körper und sollten daher vom Speiseplan gestrichen werden.

Zu den stark histaminhaltigen Lebensmitteln zählen besonders geräucherte, gepökelte oder auf andere Arten konservierte Wurst- und Fleischerzeugnisse wie Schinken, Salami, Speck, Leberwurst und Pasteten. Auch aufgewärmte Fleischgerichte, Hackfleisch und daraus zubereitete Speisen enthalten Histamin und sollten vermieden werden. Frischfleisch ist hingegen unbedenklich und kann von den Betroffenen in vernünftigem Maße genossen werden. Menschen, die unter Histaminintoleranz leiden, sollten auch auf Meeresfrüchte und Fischkonserven, lange gereiften Käse wie Parmesan, Schimmelkäse, Cheddar, Gouda und ähnlich Sorten sowie auf Senf, Ketchup und andere Fertigsoßen weitgehend verzichten.

Besonders problematisch ist der Konsum von alkoholischen Getränken wie Bier, Wein, Sekt und Champagner, aber auch Schwarztee, Limonaden und Energy-Drinks können die Beschwerden auslösen. Kakao und Schokolade enthalten ebenfalls Histamin und sollten nur selten konsumiert werden. Unter den Obst- und Gemüsesorten sind vor allem Tomaten, Himbeeren, Spinat, Kiwis, Bananen, Sauerkraut und Ananas problematisch, da sie den Abbau des Histamins ebenfalls hemmen.

Betroffenen wird zudem geraten, vor allem bei schweren Ausprägungen auf das Rauchen gänzlich zu verzichten, um den Erfolg der Behandlung zu unterstützen. Da auch einige chemische Arzneistoffe den Histaminabbau hemmen, sollten Betroffene gegebenenfalls die Einnahme von Schmerzmitteln und anderen Medikamenten mit dem behandelnden Arzt diskutieren.

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