Krampfadern und Besenreiser: Vorbeugung und Therapie

Krampfadern und Besenreiser sind ein weitverbreitetes Ärgernis. Fast jeder Deutsche wird im Laufe seines Lebens mit schwachen Venen in den Beinen zu kämpfen haben. Bei nahezu einem Viertel der Betroffenen führt dies eines Tages zu Krampfadern. Was Sie tun können, um diesem Leiden bestmöglich vorzubeugen oder zu begegnen, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Vorbeugung – Vorsicht ist besser als Nachsicht

Gleich zu Beginn sollte erwähnt werden, dass die hier angeführten vorbeugenden Maßnahmen nicht immer von Erfolg gekrönt sein werden. Mit ihnen kann nur das für Sie bestmögliche Ergebnis erreicht werden, genetische Einflussfaktoren spielen eine große Rolle beim Endergebnis.

Krampfadern und Besenreiser mit Wechselduschen vorbeugen

Für die erste Maßnahme sollten die meisten Interessierten mindestens einmal am Tag Gelegenheit haben. Mit Wechselduschen wird die Blutzirkulation angeregt und auf diese Weise das Erschlaffen der Venen vermindert. Zunächst duschen Sie sich mit warmem Wasser ab, je heißer desto besser! Nach ein paar Minuten wechseln Sie auf kaltes Wasser. Auch hier gilt: je kälter, desto besser. Menschen mit Herzproblemen oder Kreislaufbeschwerden sollten allerdings auf allzu extreme Temperaturunterschiede verzichten. Mit dem kalten Wasser sollten Sie zunächst Ihre Arme und Beine benetzen und sich langsam bis zum Rest des Körpers vorarbeiten. Diesen Wechsel wiederholen Sie nun einige Male.

Sport und Venengymnastik stärken die Beinmuskeln und regen die Durchblutung an

Ausdauersport erhöht die Lebensfreude und tut auch den Beinen gut. Ob Sie nun Laufen, Schwimmen oder auch Radfahren – die Muskeln der Beine werden gestärkt und somit auch die Venen unterstützt. Wenn Sie zur Bildung von Krampfadern neigen, sollten Sie auf Sportarten wie Tennis und Badminton lieber verzichten.
Für eine Kräftigung der für die Venen relevanten Bereiche des Beines wird außerdem an vielen Stellen eine Venengymnastik empfohlen. Dadurch werden die Muskelpumpen der Venen gefordert und so trainiert.

Die richtige Kleidung tragen

Auch die richtige Wahl der Kleidung kann auf die Vorbeugung abgestimmt werden. Hochhackige Schuhe schwächen die Muskulatur der Beine und wirken sich so negativ auf die Venen aus. Hosen, die am Unterschenkel zu eng schließen oder auch zu straffe Strümpfe behindern die Durchblutung.

Therapie von Krampfadern und Besenreiser

Im Bereich der Operationen werden mehrere Angebote unterschieden. Bei dem sogenannten Stripping entfernt der Arzt die betroffenen Venen oder auch nur die relevanten Teile davon. Durch diese Maßnahme sollen die verbliebenen Venen dazu animiert werden, ihre eigentliche Tätigkeit wieder angemessen ausführen zu können.

Behandlung von Krampfadern mit der CHIVA-Methode

Bei der CHIVA-Methode werden die Krampfadern und Besenreiser dagegen nicht entfernt. Stattdessen werden krankhaft veränderte Venenabschnitte vom Arzt erkannt und abgebunden. Durch diese Abtrennung veröden die betroffenen Teile nach einiger Zeit und bilden sich anschließend zurück. Bei stark ausgeprägten Krampfadern ist dies nicht zu empfehlen.

Laser- und Radiowellentherapie

Gern angewandt werden auch zwei thermische Verfahren, die Lasertherapie und die Radiowellentherapie. In beiden Fällen wird die Vene von innen durch Hitze verschlossen. Dadurch werden in beiden Fällen Sonden in die betroffenen Venen eingeführt und anschließend auf unterschiedliche Weise erhitzt.

Durchblutungsfördernde Medikamente

Als medikamentöse Behandlung für Venenleiden werden bestimmte Mittel angeboten, die die Durchblutung fördern. Vermeiden oder gar entfernen lassen sich Krampfadern durch diese Medikamente nicht, allerdings können Sie mit ihnen die anderen Maßnahmen unterstützen.

Auch wenn die gewählte Therapie Erfolg hatte, schützt Sie das in der Zukunft nicht vor einer erneuten Bildung von Krampfadern. Um dieses Risiko so gering wie möglich zu halten, sollten Sie die oben erwähnten vorbeugenden Maßnahmen anwenden.

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