Kurz vor dem Burnout – was tun?

kurz vor dem burnout – was tunWenn Sie das Gefühl haben, dass nichts mehr geht, dass Sie körperlich und seelisch erschöpft sind, dass Sie sich nur noch freudlos im Hamsterrad der täglichen Verpflichtungen drehen, könnte es sein, dass Sie kurz vor einem Burnout stehen.

Ein Burnout ist kein Schnupfen

Ein Burnout lässt sich nicht so einfach diagnostizieren wie beispielsweise ein Schnupfen, da es eine Vielzahl an physischen und psychischen Symptomen gibt, die mit ihm in Verbindung gebracht werden. Das Gefühl des totalen Ausgebranntseins kommt in aller Regel schleichend. Meist ist der Betroffene selbst der Letzte, der es bemerkt.

Während seine Umgebung feststellt, dass ihm der gewohnte Elan fehlt, dass er auf Druck und Kritik gereizt und zynisch reagiert, dass er immer öfter krank und bei der Arbeit unkonzentriert ist, zieht sich der Betroffene immer mehr zurück, weil ihm die Auseinandersetzung mit seinen Mitmenschen und mit der Arbeit jegliche Energie entzieht. Er fühlt sich überfordert und ausgelaugt, verliert sich in Tagträumereien und macht sich gleichzeitig große Sorgen um die nicht mehr zu bewältigende Arbeit und wie er die nächsten Jahre überstehen soll.

Immer weiter, immer höher

Doch wie kann es so weit kommen? Menschen, die kurz vor einem Burnout stehen oder sich bereits gar mit einem Bein darin befinden, sind in einem Wettrennen mit ihren eigenen übersteigerten Ansprüchen gefangen. Nichts und niemand kann ihnen dann mehr genügen, am allerwenigsten sie sich selbst. Sie sind einer völlig unrealistischen Perfektionsvorstellung erlegen und treiben sich immer weiter zu Höchstleistungen an – bis sie eines Tages feststellen, dass sie mit ihrer Leistung nie zufrieden sind und es auch nie sein werden können.

Den perfekten Zustand zu erlangen, in dem endlich alles erreicht ist, wird immer unmöglicher, die Verzweiflung und die Erschöpfung immer größer. Die tiefe Sehnsucht dahinter ist, gefallen zu wollen, so genommen und gesehen zu werden, wie wir wirklich sind, geliebt zu werden. Wie die Süddeutsche berichtete, trifft es oft Personen aus helfenden Berufen, letztendlich ist jedoch niemand vor einem Burnout gefeit. Es kann alleinerziehende Eltern genauso treffen wie einen Hochleistungssportler oder einen Manager.

Wenn wir nicht unser eigenes Leben leben

Familiensystemisch betrachtet versucht ein Mensch, der kurz vor einem Burnout steht, seine „Passgenauigkeit“ in einer Form zu finden, die nicht seine eigene ist. Er versucht, in einen Rahmen zu passen, der ihm gar nicht entspricht. Dieser äußere Rahmen wurde ihm von seiner Herkunftsfamilie vorgegeben, und nun müht er sich ein Leben lang, diesem gerecht zu werden. Er kann dabei nicht sehen, dass er für seine Lebensinhalte eine eigene Form finden muss – ja, dass er erst einmal seine eigenen Inhalte finden muss.

Als Erwachsene tun wir immer weiter das, was wir bereits kennen, das, was uns in unserer Kindheit vorgelebt wurde. Als Kind mussten wir funktionieren und perfekt sein. Als Erwachsene re-inszenieren wir das Leben unserer Eltern, weil wir keine Vorstellung davon haben, wie unser eigenes Leben aussehen soll.

Mit einem Coaching neue Kraft finden

Doch genau darum geht es bei einer Burnout-Krise. Die Idee vom eigenen Leben zu finden und zu leben, bei sich zu sein – und nicht bei den anderen – und dies auch entsprechend nach außen zu transportieren. Das innere Wohlbefinden nach den eigenen Maßstäben zu gestalten und nicht länger von den Vorstellungen der anderen abhängig zu sein ist einer der wichtigsten Schritte in die eigene Unabhängigkeit, wenn nicht sogar der wichtigste. Für entsprechende Impulse kann die Begleitung in Form eines Coachings, wie beispielsweise von der ICH selbst AG®, sorgen. Mit der Unterstützung eines Coaches kann der Klient sein Privat- und Berufsleben ordnen und stabilisieren, um dann gestärkt in ein selbstbestimmtes Leben zu gehen.

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