Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis): Ursachen, Symptome

Die Sinusitis oder Nasennebenhöhlenentzündung beschreibt eine häufig auftretende, viral oder bakteriell hervorgerufene und eitrige Infektion der Schleimhäute in jenen Hohlräumen, die sich in den Gesichtsknochen befinden. Diese als Nasennebenhöhlen bezeichneten Hohlräume sind mit der Nase verbunden und umfassen die Kieferhöhle, die Stirnhöhle, das Siebbein und die Keilbeinhöhle.

Eine Nasennebenhöhlenentzündung kann in jedem Lebensalter auftreten und betrifft Erwachsene ebenso wie Kinder, wobei bei jungen Patienten meist die Schleimhaut des Siebbeins entzündet ist. Abhängig von der Dauer und den Ursachen der Sinusitis kann diese Erkrankung akute oder chronische Ausprägung annehmen und entwickelt sich oft als Nebenerscheinung einer Infektion der oberen Atemwege.

Mögliche Ursachen der Sinusitis

In den meisten Fällen tritt eine akute Nasennebenhöhlenentzündung als Folge einer Besiedelung der Schleimhäute mit Influenzaviren auf, wird jedoch auch oft von Bakterien, insbesondere von Streptokokken und Pneumokokken ausgelöst. Die akute Form der Erkrankung entwickelt sich meist zeitgleich mit einem Schnupfen sowie als Folge einer schweren Erkältung oder einer Influenza. Die Krankheitserreger, die solche Infektionen auslösen, finden in dem feuchten und warmen Milieu der Nasenschleimhäute ideale Wachstumsbedingungen und breiten sich dort schnell aus.

Sowohl bei einer akuten als auch bei einer chronischen Sinusitis können entweder eine einzige Nasennebenhöhle oder alle Hohlräume des Gesichtsknochens gleichzeitig betroffen sein. Sind mehrere Nasennebenhöhlen erkrankt, sprechen Mediziner von einer Poly- oder Pansinusitis.

Bleiben die Symptome nach zwei oder drei Monaten immer noch bestehen, hat die Erkrankung eine chronische Ausprägung angenommen. Eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung kann sich aus unterschiedlichen Gründen entwickeln. Einerseits ist es möglich, dass die Ursachen einer chronischen Sinusitis aus einer verschleppten, das heißt nicht ausreichend ausgeheilten akuten Infektion resultieren. Es kommt aber auch häufig vor, dass die Erkrankung als Folge einer allergischen Reaktion oder durch starke Druckeinwirkung während eines Fluges oder beim Tauchen auftritt.

Deutlich seltener werden anatomische Gründe als Ursachen einer Sinusitis mit chronischem Verlauf diagnostiziert. So ist es beispielsweise möglich, dass eine verkrümmte Nasenscheidewand, eine als Nasenmuschelhyperplasie bezeichnete Schleimhautverdickung, ein operativer Eingriff am Kiefer oder eine Zahnwurzelentzündung für eine chronische Sinusitis verantwortlich ist. Sind Nasenpolypen der Grund für die chronische Entzündung, sprechen Mediziner von einer polypösen Sinusitis.

Symptome der Sinusitis

Eine Nasennebenhöhlenentzündung äußert sich in einem hartnäckigen Schnupfen, der von eitrigem Ausfluss in Nase und Rachen, starken Kopfschmerzen und einem unangenehmen Druckgefühl an den Schläfen, an den Wangen oder an der gesamten Stirn begleitet wird. Die Symptome der Sinusitis verstärken sich typischerweise beim Gehen und bei abrupter Bewegung, insbesondere, wenn sich der Betroffene bückt oder springt. Diese Beschwerden werden dadurch hervorgerufen, dass sich die Nebenhöhlen mit einem Sekret füllen, dieses aufgrund der geschwollenen Schleimhäute über die Flimmerhärchen nicht mehr abtransportiert werden kann und Druck auf die Nerven ausübt. Meist leiden die Patienten zudem an Abgeschlagenheit und Fieber sowie Riechstörungen und Lichtempfindlichkeit.

Das Krankheitssekret kann über den Rachen zu den Bronchien abfließen und dadurch zu starkem Husten führen. Während die akute Ausprägung der Erkrankung meist spontan und ohne Folgen ausheilt, kann eine chronische Sinusitis in seltenen Fällen zu einer Gehirnhaut- oder Augenentzündung führen. Auch eine Einkapselung der Flüssigkeitsansammlung, die langfristig Druck auf die Knochenwand ausübt und zu einer Vergrößerung des betroffenen Hohlraumes führt, ist eine mögliche, aber äußerst seltene Komplikation.

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