Nervosität und innere Anspannung: Ursachen und Symptome

Innere Anspannung reduzieren und Lebensqualität erhalten

Es gibt viele Ursachen für innere Anspannung und Nervosität und es ist nicht immer leicht, diese herauszufinden. Treten Nervosität, Schlaflosigkeit und schlechte Laune vorübergehend auf, ist das kein Grund zur Besorgnis. Ab und zu nervös und aufgeregt zu sein, ist ein Bestandteil des menschlichen Daseins. Wird es jedoch ein Dauerzustand, sollte man nach den Auslösern forschen. Wer aus dem inneren Gleichgewicht geraten ist, wird anfälliger für andere Krankheiten.

Die Ausgeglichenheit zwischen Anspannung und Entspannung

Ursächlich dafür ist das vegetative Nervensystem, das viele Körperfunktionen steuert. Der Mensch kann darauf bewusst keinen Einfluss nehmen. Die Ausschüttung von Stresshormonen aktiviert das vegetative Nervensystem und erzeugt die innere Anspannung. Nachdem eine angespannte Situation entstanden ist, braucht der Körper wieder Zeit zum regenerieren. Phasen der Anspannung und Entspannung müssen möglichst ausgeglichen sein.

Bei permanent hohem Stresspegel besteht keine Balance zwischen Ruhe und Anspannung. Das hat erhebliche Folgen auf Geist, Seele und Körper. Irgendwann kann man auch einfache Aufgaben nicht mehr ohne Anstrengung bewältigen. Es kommt zu Schlafstörungen, man wird gereizt und bekommt Magenbeschwerden. Es stellt sich eine dauerhafte innere Anspannung ein.

Die häufigsten Gründe für nervöse Unruhe

Stress ist die Hauptursache für innere Anspannung. Dabei ist es egal, ob die Gründe beruflich oder im Privatleben zu suchen sind. Die meisten Menschen sind mehreren Stressfaktoren ausgesetzt, sind sich dessen aber selten bewusst. Wer sich überfordert fühlt, überspielt die Situation in der Regel, denn er möchte keinesfalls eine Schwäche zugeben. Das hat jedoch den negativen Effekt, dass die Unruhe weiter ansteigt. Irgendwann befindet man sich in einem Teufelskreis.

Wer ist besonders anfällig?

Stress im Beruf und Privatleben können zu einem Dauerzustand von Unruhe, Schlaflosigkeit und Angstsymptomen führen. Nicht nur für beruflich stark geforderte Menschen („Managerkrankheit“), auch im Privaten lauern Stressfaktoren, die gerne übergangen werden. Innere Unruhe kann sogar zu Depressionen führen. Wenn Angstzustände und Unruhe ein Ausmaß erreicht haben, dass die Bewältigung des Alltags nicht mehr möglich ist, besteht dringender Handlungsbedarf. Es kann sich um eine versteckte Depression handeln, wobei diffuse physische Beschwerden im Vordergrund stehen. Der Kranke zeigt dann beispielsweise Symptome wie Hautausschläge, Haarausfall, Kopfschmerzen, starkes Schwitzen, Appetitlosigkeit und Tinnitus. Der eigentliche Grund ist aber Stress.

Die Stressspirale durchbrechen

Die negativen Gefühle, die mit der Unruhe und Anspannung einhergehen, nehmen auf Dauer die Lebensfreude und können das Befinden soweit einschränken, dass eine langfristige Psychotherapie notwendig wird. Zunächst musst analysiert werden, woher der Stress kommt. Die häufigsten Stressfaktoren sind Beziehungsprobleme oder Familienstreitigkeiten, finanzielle Sorgen, Krankheiten und Zeitdruck im Beruf und Haushalt. Prüfungsangst und Sorge vor wichtigen Ereignissen sind weitere Faktoren, die innere Anspannung hervorrufen können.

Nervöse Unruhe erzeugt auch körperliche Symptome. Doch Stress reduzieren klingt leicht, ist aber im Alltag schwierig umzusetzen. Die eigene Psyche ist dabei der größte Hinderungsgrund für Beruhigung im Alltag. Niemand gibt gerne zu, sich überfordert zu fühlen. Erst das klare Bekenntnis dazu kann eine Heilung in die Wege leiten.

Behandlungsmöglichkeiten

Manche Stressfaktoren sind leichter zu reduzieren, andere lassen sich nur mithilfe von außen eindämmen. Wenn die Symptome länger als drei Wochen anhalten, sollte man einen Arzt aufsuchen. Vor allem, wenn andere körperliche Beschwerden auftreten, besteht dringender Handlungsbedarf.

Man muss nicht immer mit schweren Medikamenten behandeln. Vielfach helfen auch homöopathische Mittel. Gegen innere Unruhe haben sich Autogenes Training, Yoga und Schüssler-Salze sehr bewährt. Ein Spaziergang vor dem Schlafengehen und ein beruhigender Tee helfen ebenso häufig. Wer auf dem Mittagsschlaf verzichtet und morgens etwas früher aufsteht, kann abends auch besser schlafen. Ein Glas Bier oder Wein am Abend mehr fördert das Einschlafen, erzeugt jedoch schnell Schlafstörungen. Etliche pflanzliche Arzneimittel* können Unruhezustände mildern.

Was kann man selbst zur Stressreduzierung tun?

Am Arbeitsplatz kann Stress nicht ohne Weiteres abgebaut werden, denn hier spielen viele Faktoren eine Rolle. Zu Hause sollte jeder, der schnell in innere Unruhe gerät, die Arbeit so einteilen, dass er genügend Freizeit hat. Die freie Zeit sollte er auch wirklich zur Erholung nutzen. Vielfach erledigen Menschen an Feiertagen und im Urlaub so viel, dass sie gar nicht zur Ruhe kommen können. Nach Möglichkeit sollte man schwierige Aufgaben vormittags erledigen, da man morgens leistungsfähig ist. Je störungsfreier die Atmosphäre ist, desto leichter gelingen die Aufgaben. Man muss nicht immer alles sofort erledigen. Die Arbeit richtig einzuteilen, reduziert Stress erheblich. Wer häufiger NEIN sagt und delegiert, gestaltet sein Leben viel ausgeglichener.

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