Nierensteine: Ursachen, Anzeichen und Symptome

Was sind Nierensteine?

Nierensteine bezeichnen Ansammlungen von Mineralsalzen, die sich in der Niere anreichern und sich allmählich verfestigen. Diese mineralischen Gebilde bestehen zu einem überwiegenden Teil aus Kalziumoxalat, können aber auch aus Harnsäure oder Magnesiumphosphat aufgebaut sein. Die Ursachen von Nierensteinen sind in den meisten Fällen mit einer einseitigen Ernährung und einem falschen Trinkverhalten verbunden.

Die mineralischen Festkörper können unterschiedlich groß sein und einen Durchmesser von weniger als einem Millimeter ebenso aufweisen wie von mehreren Millimetern. Nierensteine verursachen unterschiedliche Symptome, bleiben jedoch in vielen Fällen unbemerkt, wenn sie sich in den Nieren befinden. Zu deutlich wahrnehmbaren Beschwerden kommt es erst dann, wenn sie von dort in den Harnleiter rutschen und langsam weiterwandern. Dies wird als Nierenkolik bezeichnet und verursacht oft qualvolle Schmerzen.

Mögliche Ursachen von Nierensteinen

Mit der Nahrung aufgenommenes überschüssiges Kalzium und andere Mineralsalze werden im Urin gelöst und in weiterer Folge ausgeschieden. Wenn dem Körper aus unterschiedlichen Gründen Flüssigkeit entzogen oder in unzureichender Menge zugeführt wird, kann die Niere nicht genug Urin bilden, um diese Substanzen zu lösen und auszuschwemmen. Die Salze bleiben in der Niere, reichern sich an und bilden Konkremente, die Nierensteine genannt werden.

Daher sind insbesondere Menschen, die langfristig zu wenig trinken, einem besonders hohen Risiko ausgesetzt, Nierensteine zu entwickeln. Vor allem im Sommer, wenn hohe Mengen an Flüssigkeit durch das Schwitzen verloren gehen und nicht ersetzt werden, kommt es zu einem gestörten Wasserhaushalt im Körper und die Salze können nicht mehr gänzlich ausgeschieden werden. Dies kann auch passieren, wenn es im Zuge einer Diät zu einer raschen Gewichtsreduktion und damit einhergehend zum Abbau verschiedener Mineralsalze kommt, diese durch eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr aber nicht ausgespült werden können.

Auch ein übermäßiger Verzehr von Lebensmitteln, die hohe Mengen an Oxalsäure enthalten, wird mit der Bildung von Nierensteinen in Zusammenhang gebracht. Zu diesen zählen Schokolade und Kakao, Spargel, Rhabarber, Schwarztee, grüner Tee und Spinat. Die Oxalsäure verbindet sich mit Kalzium, wodurch Kalziumoxalat-Konkremente entstehen. Eine weitverbreitete Ursache von Nierensteinen ist eine einseitige Ernährung mit tierischem Eiweiß, insbesondere mit viel Fleisch und Wurstwaren und hohen Mengen von Kochsalz.

Salz gilt vor allem bei kalziumhaltigen Nierensteinen als häufiger Auslöser, da es die Ausscheidung von Kalzium und dadurch auch dessen Anreicherung in den Nieren begünstigt. Bei der Verdauung von tierischen Proteinen hingegen fallen hohe Mengen an Harnsäure an, aus der Nierensteine ebenfalls aufgebaut sein können.

Oft liegt bei Patienten mit Nierensteinen eine Grunderkrankung vor, die den Stoffwechsel negativ beeinflusst und dadurch auch die Urinzusammensetzung verändert. Besonders Gicht, eine mit erhöhter Harnsäurekonzentration einhergehende Störung des Stoffwechsels ist mit einem erheblichen Risiko verbunden, eine Nierenkolik zu entwickeln. Gicht wird ebenfalls durch den übermäßigen Verzehr von Fleisch und Wurstwaren sowie durch einen hohen Alkoholkonsum begünstigt. Besonders gefährdet sind Gichtpatienten, die wenig Wasser oder ungesüßte Getränke zu sich nehmen und viel schwitzen.

Oft sind auch wiederkehrende Harnwegsinfekte, Nierenfehlbildungen oder Verengungen der Harnröhre für die Bildung von Nierensteinen verantwortlich. Diese können den Harnabfluss behindern und dadurch zur Anreicherung von Mineralsalzen in den Nieren führen. Menschen, die aufgrund einer Krankheit über einen längeren Zeitraum hinweg bettlägerig sind, können ebenfalls Nierensteine entwickeln, da es durch den Bewegungsmangel zu einem Abbau von Kalzium im Skelett kommt.

Anzeichen und Symptome bei Nierensteinen

Viele Betroffene merken erst, dass sie unter Nierensteinen leiden, wenn es aufgrund einer Nierenkolik, also dem Abgang eines solchen Festkörpers zu erheblichen Schmerzen kommt. In vielen Fällen werden die winzigen Konkremente mit dem Harn ausgeschieden und verursachen keinerlei Beschwerden. Oft werden sie eher zufällig entdeckt, wenn eine Ultraschalluntersuchung der Nieren durchgeführt wird.

Erste Anzeichen, dass sich Nierensteine gebildet haben, können wiederholt wiederkehrende und dumpfe Schmerzen in der seitlichen Bauchregion sein. Meist machen sich die Konkremente jedoch erst bemerkbar, wenn sie in den Harnleiter gelangen und dort stecken bleiben. Dies geht mit krampfartigen und stechenden Schmerzen einher, die viele Patienten als unerträglich beschreiben. Die Schmerzen sind aufgrund der Kontraktionen im Harnleiter wellenförmig und können vom seitlichen Bauch bis in den Genitalbereich ausstrahlen. Oft werden diese Symptome abgehender Nierensteine von Übelkeit bis hin zu Erbrechen, Problemen beim Wasserlassen oder Stuhlgang sowie häufigem Harndrang begleitet.

Wird der Harnfluss durch den Nierenstein blockiert, kann es zu einem Rückstau des Urins in die Niere kommen. In solchen Fällen steigt das Risiko für eine Infektion der Niere, die bei ausbleibender Behandlung mit einer lebensgefährlichen Blutvergiftung einhergehen kann.

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