Oralbefriedigung (Oralsex) – die sexuelle Stimulation des Partners mit dem Mund

Was ist Oralsex?

Als Oralsex oder Oralbefriedigung wird die sexuelle Stimulation des Geschlechtspartners mit dem Mund, den Lippen, den Zähnen oder der Zunge bezeichnet. Das Wort Oral stammt aus dem Lateinischen und bedeutet schlicht Mund.

Welche Möglichkeiten von Oralbefriedigung gibt es?

Oralsex wird schon seit Jahrtausenden praktiziert. Bereits im alten Rom befriedigten sich sowohl heterosexuelle als auch homosexuelle Pärchen mit dem Mund, was zahlreiche schriftliche Aufzeichnungen und bildliche Darstellungen aus der Zeit belegen. Selbst in offiziell sehr frommen und prüden Perioden wie dem europäischen Mittelalter war die sexuelle Stimulation mit dem Mund gang und gäbe. Welche expliziten Praktiken schon damals angewandt wurden ist zwar nicht so genau überliefert, doch mittlerweile gibt es Dutzende verschiedene Art und Weisen der sexuellen Stimulation mit dem Mund.

Orale Befriedigung des Mannes

Bei der oralen Befriedigung des Mannes durch die Frau, die Fellatio genannt wird, kann diese z.B. den Penis mit dem Mund umschließen und diesen dann durch das Auf- und Abbewegen des Kopfes bei gleichzeitigem Ansaugen penetrieren. Wird das männliche Glied dabei von der Frau so tief in den Mund genommen, dass es bis in den Rachenraum vordringt, spricht man vom sogenannten „Deepthroat“. Auch das Lutschen oder Lecken an den Hoden oder der Dammregion des Mannes ist eine spezielle Form des Oralverkehrs. Eher nicht so häufig praktiziert wird der sogenannte Anilingus, also die Stimulation des Afters unter Verwendung der Lippen und der Zunge. Diese Praktik wird sowohl von Frauen bei Männern, als auch umgekehrt oder von homosexuellen Paaren beider Geschlechter angewandt.

Orale Befriedigung der Frau

Bei der mündlichen Stimulation der Frau durch den Mann gibt es ebenfalls unterschiedliche Möglichkeiten. Das Saugen, lecken und kauen an den Brustwarzen sowie der Klitoris oder den Schamlippen ist dabei eine der Möglichkeiten. Je nach Neigung der Frau, kann die Zunge auch in die Vagina eingeführt und diese dadurch penetriert werden. Diese Form der oralen Befriedigung der Frau nennt sich Cunnilingus. Viele Menschen empfinden darüber hinaus die orale Stimulation der Füße als sehr angenehm. Dabei können z.B. die Zehen mit den Lippen umschlossen und mit dem Mund angesaugt oder die Sohle mit der Zunge geleckt werden.

Gesundheitliche Risiken beim Oralverkehr

Viele Formen der oralen Befriedigung bergen ohne adäquaten Schutz das Risiko der Übertragung von Geschlechtskrankheiten. Und auch dass beim direkten Kontakt von Mund und Geschlechtsorgan kein HIV übertragen werden kann, ist ein weitverbreiteter Irrtum. Denn wenn der Mann seinem Sexualpartner in den Mund ejakuliert, besteht sehr wohl die Gefahr der Übertragung von HIV, besonders wenn Verletzungen des Rachenraums vorliegen.

Andere Krankheiten wie Syphilis oder auch Hepatitis A und B können hingegen auch schon über den Kontakt von Speichel und Schleimhäuten übertragen werden. In neuester Zeit wird zudem vermutet, dass die Humanen Papillomviren, die sich im Penis- und Scheidengewebe befinden und beim Oralverkehr übertragen werden können, Krebs im Rachen- und Mundraum verursachen können, was jedoch bislang nicht ausreichend belegt ist. Der beste Schutz gegen Geschlechtskrankheiten beim Oralverkehr ist für Männer das Kondom. Für Frauen empfiehlt sich die Verwendung eines Lecktuchs, das auf Anus oder Vagina gelegt wird und so die Geschlechtspartner vor der Übertragung von Krankheiten schützt.

Praktische Tipps und Informationen zum Thema Oralbefriedigung speziell für Männer und Frauen, sind auch als E-Book-Ratgeber unter dem Titel „Die Kunst des Oralsex“ erhältlich:

*)= Partnerlink

Tags: , , , , , , , , , , ,

Gesundheit im Netz - Wichtiger Hinweis