Phimose (Vorhautverengung): Symptome und Ursachen

Die Phimose ist eine Vorhautverengung am Penis, das Wort leitet sich vom altgriechischen φῑμός (phimos = „Maulkorb“) ab. Die Symptome der Vorhautverengung sind sofort spürbar, die Vorhaut lässt sich gar nicht oder nur unter Schmerzen zurückziehen. Da die Vorhautverengung, die bei neugeborenen Jungen normal ist und sich von allein löst, auch im späteren Alter auftreten und gefährlich werden kann, muss sie als pathologische Phimose behandelt werden.

Definition und Unterscheidungen bei der Vorhautverengung

Es wird zwischen physiologischen und der pathologischen Phimose unterschieden. Physiologisch und vollkommen natürlich kommen fast alle Jungen (rund 96 %) mit einer Vorhautverengung zur Welt, die den Penis und die Harnröhre zunächst vor Umwelteinflüssen schützt. Sie löst sich von allein bis zum Jugendalter, in der Regel wesentlich früher. Sollte sie über das 15. Lebensjahr hinaus fortbestehen, macht sie mit Sicherheit Probleme und muss dann behandelt werden.

Es gibt sehr unterschiedliche Untersuchungen und Ergebnisse dazu, inwieweit Teenager nach dem 15. Lebensjahr noch von einer Vorhautverengung betroffen sind, vermutlich liegt der Anteil im sehr niedrigen einstelligen Prozentbereich. Jungen und junge Männer sollten jedoch den Arzt aufsuchen, falls sie an sich die Symptome einer Vorhautverengung feststellen. Das hat nicht nur etwas mit Hygiene und Sexualität zu tun, es besteht tatsächlich die Gefahr des Einschnürens von Blutgefäßen, die bei der pathologischen Phimose sehr hoch ist. Diese entsteht auch in höheren Lebensjahren durch Verletzungen mit Vernarbungen und durch Fibrosen, die zu den häufigsten Ursachen einer Vorhautverengung gehören.

Symptome der pathologischen Vorhautverengung

Die pathologische Vorhautverengung muss, gerade wenn sie auf sich allmählich entwickelnden physiologischen Ursachen basiert (Fibrose, siehe unten), rechtzeitig erkannt werden und ist dann relativ unproblematisch zu behandeln. Männer sollten daher die Symptome einer pathologischen Vorhautverengung kennen. Diese frühzeitig erkennbaren Symptome einer Vorhautverengung sind:

  • Entzündungen der Eichel oder der Vorhaut, die gehäuft auftreten
  • Aufblähung der Vorhaut
  • Richtung des Harnstrahles weicht ab, Stärke ist vermindert
  • Harnstau, Schmerzen beim Wasserlassen
  • Narbenphimose: Ein weißlicher, unelastischer Ring (erhärtetes Narbengewebe) erschwert es, die Vorhaut zurückzuziehen.

Vorhautverengung: Ursachen

Die letztgenannten Symptome, die mit dem weißlichen Ring verbunden sind, basieren auf einer chronischen BXO (Balanitis xerotica obliterans), die als Hautkrankheit auf bislang ungeklärten Ursachen beruht. Der Erkrankungsprozess und seine Ursachen bedingen sich wechselseitig, denn wenn die Vorhaut nicht mehr zurückgezogen werden kann, begünstigt das durch mangelnde Hygiene den Entzündungsprozess. Sollte der Mann nun mit Gewalt entsprechende Versuche unternehmen, reißt die Vorhaut mehr oder minder ein, es folgen im Zuge der Heilung Vernarbungen, die den Zustand verschlimmern.

Darüber hinaus gibt es genetische Ursachen für eine Vorhautverengung, die durch eine Familienanamnese zu klären sind. Dazu gehört auch die Fibrose, eine krankhafte Vermehrung von Bindegewebe, das sich dabei verhärtet. Schlimmstenfalls kommt es zu einer Paraphimose (“spanischer Kragen”), bei der die zurückgezogene Vorhaut die Eichel abklemmt und den Blutabfluss unterbricht. Das ist ein urologischer Notfall, der sofort behandelt werden muss, es droht das Absterben der Eichel. Ein Arzt kann die Vorhaut unblutig in Normalposition bringen, auch eine operative Spaltung ist möglich (dorsale Inzision).

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