Schilddrüsenunterfunktion: Anzeichen und Symptome

Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, ständiges Frieren. Viele Menschen, darunter besonders Frauen, leiden unter diesen Beschwerden. Häufig wissen sie nicht, dass sich dahinter die Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion verstecken können. Die Krankheit entwickelt sich oft schleichend über viele Jahre hinweg, was das Erkennen für die Betroffenen zusätzlich schwieriger machen kann.

Was sind mögliche Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion?

Die Schilddrüse sitzt unterhalb des Kehlkopfes und hat die Form eines Schmetterlings. Sie produziert zwei Arten von Hormonen, das Thyroxin (T4) und das Trijodthyronin (T3). Beide Hormone sind maßgeblich an unterschiedlichen Stoffwechselvorgängen des Körpers beteiligt. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion, die in Fachkreisen auch Hypothyreose genannt wird, bildet die Schilddrüse zu wenig Schilddrüsenhormone. Dieser Mangel kann eine Vielzahl an Beschwerden hervorrufen. Die häufigsten Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion sind dabei:

• eine Zunahme des Körpergewichts (ohne die Essgewohnheiten zu ändern),
ständige Müdigkeit, Antriebsarmut bis hin zu depressiven Verstimmungen,
• trockene Haut und brüchige Haare,
• ein verlangsamter Puls und
• eine ausgeprägte Kälteempfindlichkeit.

Treten eine oder mehrere dieser Symptome auf, sollte an eine Schilddrüsenunterfunktion gedacht werden. Eine Untersuchung beim Arzt bringt darüber Gewissheit. Dieser kann durch Abtasten der Schilddrüse, Ultraschall und einer Diagnose des Blutes eine Hypothyreose feststellen.

Welche Arten einer Schilddrüsenunterfunktion auftreten können

In seltenen Fällen ist die Unterfunktion angeboren. Meistens jedoch wird die Störung im Laufe des Lebens erworben. Dabei unterscheidet man eine latente (weniger starke) Form von einer manifesten (stark ausgeprägten) Form der Schilddrüsenunterfunktion.

Schuld ist häufig eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, die sogenannte Hashimoto-Thyreoiditis. Bei dieser chronischen Entzündung der Schilddrüse beginnt der Körper fälschlicherweise gegen sich selbst Antikörper zu bilden, was nach und nach zu einer Zerstörung des Schilddrüsengewebes und damit zu einer Unterfunktion führt. Die Krankheit kann zwar nicht geheilt, aber durch eine geeignete Therapie gestoppt werden.

Ebenso ist es möglich, dass eine Schilddrüsenunterfunktion durch medizinische Maßnahmen, wie etwa eine Radiojodtherapie oder einer (teilweisen) Entfernung ausgelöst wird.

In extrem seltenen Fällen kann auch eine Erkrankung der Hirnanhangdrüse (sekundäre Schilddrüsenunterfunktion) oder des Hypothalamus (tertiäre Schilddrüsenunterfunktion) zu einer Hypothyreose führen.

Kann man einer Schilddrüsenunterfunktion vorbeugen?

Da die Hauptursache der Schilddrüsenunterfunktion meist die Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis ist, ist eine Vorbeugung schwierig.

Grundsätzlich sollte man jedoch auf eine gesunde Ernährungsweise mit einer ausreichenden Zufuhr von Jod achten. Wer nicht gerne zu Seefisch greift, kann den Bedarf auch mit Jodsalz decken. Schwangere und Stillende sollten bedenken, dass bei ihnen ein erhöhter Jodbedarf besteht.

Erhöhtes Risiko bei genetischer Vorbelastung

Sind bereits Fälle von Schilddrüsenerkrankungen innerhalb der Familie aufgetreten, sollte besonders auf die Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion geachtet werden. Mediziner gehen nämlich davon aus, dass die Erkrankung erblich bedingt häufiger auftreten kann.
Ebenso sollten speziell Frauen ein besonderes Augenmerk auf ihre Schilddrüse haben. Da sie im Leben weitaus größeren Hormonschwankungen als Männern ausgesetzt sind, ist bei ihnen die Gefahr einer Schilddrüsenunterfunktion höher.

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