Schlafstörungen bei Babys und Kleinkindern

Schlafstörungen bei Babys sind vollkommen normal, denn sie haben noch keinen Tag-Nacht-Rhythmus entwickelt. Es handelt sich dabei um einen Reifungsprozess, den die Kinder erst in den ersten Jahren vollziehen. Während der Schwangerschaft schlafen Babys alle eineinhalb Stunden. Aus dem Grund müssen sie nach der Geburt den Unterschied zwischen Tag und Nacht erst mal lernen. In der Regel spricht man nicht von ernsthaften Schlafstörungen, denn Babys müssen zunächst den Sinn vom Schlafen erkennen. Auch hier gilt, dass jedes Baby anders ist und Schlafgewohnheiten sehr unterschiedlich sind.

Die Ursachen für Schlafprobleme:

Schlafstörungen bei Babys hängen meistens direkt mit dem Tagesverhalten zusammen. In der Regel sind es die Eltern selbst, die für Schlafprobleme sorgen, weil sie die Müdigkeitssignale des Babys eventuell falsch deuten. Manchmal reagieren sie unangemessen und der Tagesrhythmus des Kindes wird gestört. Viele Eltern vergessen einfach, dass auch ihre Kinder eine eigene innere Uhr haben und dem Tagesrhythmus folgen.

Die Häufigkeit von Schlafproblemen bei Babys und Kindern:

Wenn Babys erst mal den Rhythmus gelernt haben, schlafen sie meistens durch. Jedoch gibt es immer wieder Phasen, in denen die Kinder häufiger aufwachen. Gerade zwischen dem sechsten und zwölften Lebensmonat ist das der Fall. Das hat viele Gründe, denn Babys werden mobiler und machen rasante Lernfortschritte. Täglich gibt es neue Dinge, die das Baby erlernt und entdeckt. Logischerweise muss das Gehirn die Erlebnisse verarbeiten, was nachts im Traumschlaf geschieht.

Auch wenn die Babys Zähne bekommen sind sie nachts häufiger wach. Ebenfalls können Entwicklungsschübe und Trotzphasen dazu führen, dass Babys öfters wach werden. Studien belegen, dass etwa 24% bis 40% aller Babys und Kinder Schlafstörungen haben.

Die Symptome von Schlafstörungen:

Typische Anzeichen sind Ein- und Durchschlafprobleme. Auch wenn sich das Kind weigert, ins Bett zu gehen oder nicht alleine schlafen möchte sind das eventuell Anzeichen für Schlafstörungen. Kinder wollen dann gar nicht schlafen oder nur im Bett der Eltern. Weitere Symptome sind, wenn das Kind nur unter bestimmten Bedingungen einschlafen will oder es früher aufwacht und nicht mehr schlafen kann, obwohl es müde ist. Auch unregelmäßige Schlafzeiten sind Anzeichen für Schlafstörungen bei Babys. Wenn das Kind abends erst spät oder gar nicht müde wird und morgens schwer zu wecken ist, sollten Eltern sich Gedanken machen.

Gegen Schlafprobleme vorbeugen:

Schlafstörungen bei Kindern kann man nicht direkt therapieren. Allerdings können sie eventuell vorgebeugt werden, wenn es nichts Ernstes ist. Zu beachten ist, dass sich ein geregeltes Schlafverhalten nicht erzwingen lässt. Es gibt lediglich Tipps und Tricks, mit denen man es den Kindern leichter machen kann. Das Kind sollte vor dem eigentlichen Nachtschlaf mindestens vier Stunden wach sein. Außerdem sollten geregelte Schlafzeiten eingeführt werden. Das bedeutet, dass das Baby jeden Abend um die gleiche Uhrzeit in Bett gebracht werden sollte.

Empfehlenswert sind auch Einschlafrituale, die einfach durchgeführt werden können und nicht lange dauern. Am besten ist ein wenig kuscheln, ein Kinderlied oder auch ein Kuscheltier, das immer am selben Platz ist. Das Licht sollte gelöscht werden, jedoch ist eine kleine Nachtleuchte sinnvoll. Wenn das Baby wieder aufwacht, sollte es beruhigt gestreichelt werden. Bloß nicht schimpfen oder aus dem Bett nehmen!

TIPP: Umfangreiche Informationen zu diesem Thema enthält der Baby-Schlaf-Ratgeber* von Martina Bergener.

*)= Partnerlink

Tags: , , , , , , , , , ,

Gesundheit im Netz - Wichtiger Hinweis