Starkes Schwitzen in der Nacht: Mögliche Ursachen für nächtliche Schweißausbrüche

Nachtschweiß – oft harmlos, aber immer lästig

Es passiert fast jedem Menschen im Laufe seines Lebens einmal, dass er mitten in der Nacht schweißgebadet aufwacht. Oft ist nicht nur der eigene Körper von Schweiß bedeckt, sondern auch das Nachthemd oder der Schlafanzug sind triefend nass. Hat man sehr viel geschwitzt, dann sind eventuell sogar das Bettzeug und die Matratze durchnässt. Im Schlaf stark zu schwitzen, verursacht meist auch ein hochrotes Gesicht. Der betroffene Mensch klagt manchmal auch über Kopfschmerzen und Benommenheit.

Nachtschweiß ist oft harmlos

Vielleicht war die Heizung zu hoch eingestellt oder man benutzte im Sommer ein zu dickes Deckbett. Manchmal war vielleicht auch ein Albtraum die Ursache für starkes Schwitzen in der Nacht. Nächtliche Schweißausbrüche können also eine leicht erklärbare, offensichtliche Ursache haben. Daneben gibt es harmlose, körperliche Gründe für das nächtliche Schwitzen. Aber es gibt auch etliche, ernsthafte Erkrankungen, die nächtliche Schweißausbrüche als begleitendes Symptom haben.

Manche Menschen schwitzen mehr als andere

Es gibt kerngesunde Menschen, die nur ein einziges Problem haben: Sie transpirieren viel mehr als ihre Mitmenschen, aber sie leiden nicht unter einer Grunderkrankung, welche das Schwitzen auslöst. Frauen leiden spätestens mit dem Beginn der Menopause im Klimakterium an nächtlichem Schwitzen. Allerdings treten die Schweißausbrüche nicht nur in der Nacht, sondern auch tagsüber auf. Es gibt verschiedene Arten von Nachtschweiß, wobei zum Beispiel der Angstschweiß eher als kalter Schweiß beschrieben wird. Bei Menschen, die ernsthaft erkrankt sind, kann sogar der frische Schweiß sehr übel riechen.

Die Ursachen des nächtlichen Schwitzens

Nachtschweiß kann situationsabhängige, psychische, hormonelle und krankheitsbedingte Ursachen haben. Sie reichen von Albträumen über psychische Erkrankungen, die Wechseljahre der Frau bis hin zu leichten und schweren Erkrankungen. Bei jeder Fieberattacke kommt es bei der anschließenden Entfieberung zu Schweißausbrüchen, mit denen der Körper die Temperatur senkt. Verschiedene Erkrankungen wie Adipositas, Gicht, Tuberkulose, Schilddrüsenerkrankungen oder auch Diabetes können die Ursache für starkes Schwitzen in der Nacht sein.

Auch HIV beginnt mit Nachtschweiß

Die lebensbedrohliche und bis heute nicht heilbare Krankheit AIDS beginnt in sehr vielen Fällen mit Nachtschweiß. Es gibt auch immer noch keine Impfung, um eine Ansteckung mit dem HI-Virus zu verhindern. Ein verantwortlicher Umgang mit der Sexualität mindert aber die Risiken einer Ansteckung. Auch bei Krebserkrankungen kommt es zu Nachtschweiß, wobei dieser insbesondere bei leukämischen Erkrankungen und bei Lymphdrüsenkrebs auftritt. In einer Vielzahl der Fälle ist die Ursache allerdings eher harmlos oder gar nicht zu ergründen. Regelmäßiger Lebenswandel und gut klimatisierte Räume beugen dem Nachtschweiß vor.

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