Was sind gute und schlechte Fette?

Durch die gezielten Propagandakampagnen der weltweiten Nahrungsmittelindustrie sind Öle und Fette in den letzten Jahrzehnten allgemein in Verruf geraten und wurden in den Supermarktregalen durch fettreduzierte Light-Produkte ersetzt. Heute weiß man, dass eine gesunde Ernährung auch einen gewissen Anteil an Fett beinhalten muss, allerdings wird dabei zwischen hoch- und minderwertigen Produkten unterschieden.

Während gute Fette in naturbelassenen Pflanzenölen und einigen tierischen Produkten enthalten sind und für die Gesundheit äußerst wertvoll sind, nehmen wir durch den Verzehr raffinierter Öle und industriell verarbeiteter Lebensmittel viele versteckte schlechte Fette auf. Diese werden bei übermäßigem Verzehr nicht nur mit gefährlichen Herz- und Gefäßerkrankungen, sondern auch mit Diabetes, Übergewicht und unschönen Dellen an Bauch und Hüften in Verbindung gebracht.

Wer konsequent gute Fette in den Speiseplan integriert, kann ohne schlechtes Gewissen hin und wieder auch einen Schweinebraten oder ein dick bestrichenes Butterbrot genießen, ohne der Gesundheit und der Figur zu schaden.

Gute Fette in hochwertigen Pflanzenölen

Aus Samen, Früchten und Nüssen gepresste Öle enthalten in unterschiedlichen Konzentrationen ungesättigte Fettsäuren, deren regelmäßige Zufuhr über die Nahrung für die Aufrechterhaltung der Gesundheit unerlässlich ist. Besonders die Omega-3-Fettsäuren sind maßgeblich an der Zellteilung, der Hormonproduktion, der Gehirntätigkeit und der Erhaltung der Nervenfunktionen beteiligt.

Gute Fette, die Omega-3-Fettsäuren enthalten, sind vor allem Oliven, Raps-, Kern- und Kokosöl. Auch fetter Seefisch wie Lachs, Makrele oder Kabeljau sowie Nüsse, Kerne und Avocados sollten zugunsten einer ausreichenden Versorgung mit diesen wertvollen Fettsäuren regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Sie schützen Herz und Blutgefäße, verhindern die Einlagerung der Nahrungsfette in den Fettzellen und kurbeln den Energieverbrauch an. Auch wenn Avocados, Lachs oder Nüsse allgemein als Kalorienbomben gelten, sind sie dennoch maßgeblich an der Erhaltung einer schlanken Linie beteiligt. Hochwertigen Kokos- und Olivenölen aus Erstpressung wird sogar nachgesagt, durch pflanzliche Hormone und Säuren die Fettverbrennung anzuregen, den Blutzuckerspiegel zu regulieren und Heißhungerattacken vorzubeugen.

Gute Fette als Vitaminträger

Damit der Organismus den Zellstoffwechsel aufrechterhalten kann, benötigt er alle Mineralstoffe und Vitamine in einem ausgewogenen Verhältnis. Bei den Vitaminen wird zwischen jenen der wasser- und fettlöslichen Gruppen unterschieden. Die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K können, wie der Begriff schon verrät, im Magen-Darm-Trakt nur dann vollständig resorbiert werden, wenn dem Körper gleichzeitig hochwertige Fette als Trägerstoffe zugeführt werden. Deshalb gilt beispielsweise die Empfehlung, einen Karottensalat mit einem Dressing aus hochwertigem Pflanzenöl zu verfeinern, damit der Körper das im Gemüse enthaltene Vitamin A aufnehmen kann. Schlechte Fette in Form von raffinierten Pflanzenölen und gehärteten Fetten erfüllen nicht die Funktion als Vitaminträger und sind daher in Bezug auf die Vitaminaufnahme völlig bedeutungslos.

Schlechte Fette durch moderne Herstellungsverfahren

Dass Butter, Schmalz und Schweinebraten tierische Fette mit gesättigten Fettsäuren enthalten, die sich bei übermäßigem Verzehr negativ auf den Cholesterinspiegel und die Figur auswirken, ist hinlänglich bekannt. Dennoch sind ursprünglich hergestellte tierische Produkte immer noch wesentlich gesünder und nährstoffreicher als industriell verarbeitetes Pflanzenöl und gehärtete Transfette. Sonnenblumen-, Oliven- und Rapsöle beispielsweise verlieren durch den Prozess der Raffinierung einen Großteil ihrer Antioxidantien, Enzyme und Nährstoffe und werden dadurch zu wertlosen Substanzen, die der Körper nicht verarbeiten kann und daher im Gewebe speichert. Daher sollten schlechte Fette in raffiniertem Pflanzenöl zugunsten einer gesunden Ernährung durch hochwertige Produkte aus Erstpressung ersetzt werden.

Künstlich gehärtete Transfette gelten als die gefährlichsten unter den schlechten Fetten, denn sie führen zu Arterienverkalkung, Diabetes sowie zu hohen Cholesterinwerten und begünstigen Entzündungsprozesse im Körper. Transfette sind in nahezu allen industriell verarbeiteten Lebensmitteln wie Backwaren, Saucen, Suppen, Snacks, Fertiggerichten und Süßigkeiten enthalten. Der gänzliche Verzicht auf gesundheitsschädigende schlechte Fette ist daher nur durch eine ursprüngliche Ernährung mit frischen, in hochwertigen Pflanzenölen zubereiteten Lebensmitteln möglich.

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