Wetterfühligkeit: Ursachen und häufige Symptome

Was ist Wetterfühligkeit überhaupt?

wetterfühligkeit symptomeEs gibt viele Menschen auf dieser Welt, die von Wetterfühligkeit betroffen sind. Sobald am Himmel die ersten Regenwolken auftauchen, treten bei ihnen auch die ersten Symptome auf. Niedergeschlagenheit, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme sind nur einige dieser Symptome, die den Menschen ernsthaft zu schaffen machen. Von Mitmenschen, die von diesen Symptomen verschont bleiben, werden sie oftmals belächelt und für Hypochonder gehalten. Es handelt sich bei Wetterfühligkeit ja auch um keine Erkrankung, sondern um eine Überempfindlichkeit des eigenen Körpers gegen Wetteränderungen.

Wetterfühlig aufgrund von Grunderkrankungen

Allerdings sind auffällig viele Menschen, die unter bestimmten Grunderkrankungen leiden, auch sehr wetterfühlig. Der Leidensdruck ist groß, denn es kommt zu den Unpässlichkeiten auch noch das Unverständnis des Umfeldes und der Arbeitgeber. Die Ursachen für dieses Syndrom liegen in der Entwicklung des Menschen begründet. Früher war die menschliche Rasse viel abgehärteter gegen Temperaturschwankungen und andere, klimatische Gegebenheiten. Doch der moderne Mensch in der Zivilisation ist durch Heizungen, klimatisierte Räume und ein behagliches Leben nicht mehr gefordert, Widerstand gegen äußere Einflüsse wie das Wetter zu leisten. Spätestens seit der Industrialisierung lassen nicht nur seine Instinkte, sondern auch seine ursprünglichen Fähigkeiten, sich klimatischen Gegebenheiten schnell anzupassen, nach.

Häufige Symptome: Kopfschmerzen und Migräne

Es gibt eine ganze Reihe von Ursachen für Wetterfühligkeit. Einerseits sind von ihr Menschen betroffen, die schon an immer wieder auftretenden Kopfschmerzen oder sogar an Migräne leiden. Wenn das Wetter umschlägt, treten bei ihnen verstärkt Kopfschmerzen auf oder es wird sogar ein Migräneanfall ausgelöst.

Wer ist besonders anfällig?

Eine weitere Risikogruppe für Wetterfühligkeit sind Menschen mit Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis und mit anderen, degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates. Sowohl Menschen mit klassischem Gelenkrheuma wie auch Menschen mit Arthritis oder Arthrose sowie mit Fibromyalgie können bei Wetteränderungen verstärkt unter Körperschmerzen leiden. Auch Patienten mit Gicht klagen sehr oft über Probleme mit dem sich ändernden Wetter. Daneben sind Patienten mit Allergien, mit Asthma und mit anderen Erkrankungen des Immunsystems und der Atemwege von diesen gesundheitlichen Störungen betroffen. Dann gibt es natürlich auch Menschen, die mit Schwankungen des Blutdrucks, mit Bluthochdruck oder mit einem zu niedrigen Blutdruck zu kämpfen haben. Auch sie sind oft wetterfühlig und ihre Beschwerden verstärken sich.

Herzkranke und an Gefäßerkrankungen leidende Menschen klagen ebenfalls oftmals über Störungen in ihrem Biorhythmus, wenn das Wetter umschlägt. Dabei sind Menschen mit Beschwerden, die der Angina pectoris ähneln, besonders häufig betroffen. Zwar konnte bei ihnen keine organische Ursache für immer wieder auftretende Beklemmungen und für Atemnot festgestellt werden, aber die Angst erzeugenden Anfälle sind real und sie verstärken sich bei vielen Patienten bei sich änderndem Wetter.

Nicht zuletzt sind auch Menschen, die große Narben von einer Verletzung oder von einer Operation zurückbehalten haben, oftmals sehr wetterfühlig. Sie spüren ebenfalls schon frühzeitig die Vorboten eines Wetterumschwungs und klagen über Schmerzen in der betroffenen Körperpartie. Des Weiteren sind auch nierenkranke Patienten häufig extrem wetterfühlig und zeigen beim Wetterwechsel Symptome wie Schmerzen und Unregelmäßigkeiten beim Wasserlassen.

Arthritis- und Arthrosepatienten

Neben Schmerzen im Bereich von Operationsnarben sind es vor allen Dingen die Gelenkschmerzen, die bei wetterfühligen Menschen im Vordergrund stehen. Sobald die Sonne hinter den ersten Wolken verschwindet und ein Tiefdruckgebiet heranzieht, treten bei diesen Patienten verstärkte Gliederschmerzen, Gelenkschmerzen und Knochenschmerzen auf. Je nach Grunderkrankung sind diese Beschwerden so schlimm, dass sie am Tag des Wetterwechsels das Bett hüten müssen. Sehr oft geht es ihnen aber auch am nächsten Tag nicht viel besser und sie brauchen Schmerzmittel, Wärme und Ruhe, damit Besserung eintritt.

Bei Migränepatienten kann der Wetterwechsel klassische Migräneanfälle auslösen, die mitunter Tage dauern können. Aber nicht nur die Migräne macht Menschen mit entsprechender Disposition zu schaffen, sondern auch Kranke mit Clusterkopfschmerz oder mit Spannungskopfschmerzen können unter dem sich ändernden Wetter sehr leiden.

Herz- und Kreislauferkrankungen

Wer Probleme mit dem Blutdruck und dem Herz-Kreislaufsystem hat, wird auch sehr oft wetterfühlig sein. Schwindelanfälle, Ohnmachtsanfälle oder Schwarzsehen sind dabei an der Tagesordnung. Bei Nierenpatienten mit chronischen Erkrankungen treten während des Wetterwechsels sehr oft diffuse Nierenschmerzen auf und viele klagen auch über vermehrten Harndrang.

Wer wetterfühlig ist, sollte dafür sorgen, dass zunächst seine Grunderkrankung umfassend behandelt wird. Bei Allergikern bedeutet das, dass eventuell eine Desensibilisierung durchgeführt werden muss. Viele Asthmatiker müssen bei akuten Asthmaanfällen bereits ein entsprechendes Spray inhalieren und sollten dies beim Wetterumschwung immer griffbereit halten.

Anstrengungen sollten während des Wetterwechsels aber nicht nur von diesen Patienten, sondern von allen Menschen, die wetterfühlig sind, möglichst vermieden werden. So oft wie möglich hinlegen und warmhalten, sind aber nur augenblickliche Lösungen, die das grundsätzliche Problem nicht beseitigen. Abhärtung ist angesagt, so weit die Schwere der Grunderkrankung dies zulässt. In Absprache mit den behandelnden Ärzten kann man in die Sauna gehen, Wechselduschen nehmen oder nach Pfarrer Kneipp kalte Güsse und Wassertreten versuchen. Selbstverständlich sollte man sich auch gesund ernähren und ausreichend schlafen.

Die wichtigsten Risikogruppen zusammengefasst:

  • Allergiker und Asthmatiker
  • Patienten mit Rheuma und Fibromyalgie
  • Migräne- und Kopfschmerzpatienten
  • Arthritis- und Arthrosepatienten sowie Gichtkranke
  • Patienten mit Herz- und Kreislauferkrankungen

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